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Die Tech-Dolmetscherin

und der Tagging-Algorithmus

Künstliche Intelligenz beziehungsweise Analytics-Services gehören für Produktmanagerin Yvonne Thomas von Arvato Systems zum Berufsalltag. Sie erklärt, warum deren Einsatz im Bereich Media-Asset-Management sinnvoll ist und wie intelligente Technologien die Medienbranche verändern.


Für seine IT-Lösungen der Video Production Management Suite (VPMS) setzt Arvato Systems in Köln verstärkt auf Integrationen mit sogenannten „Analytics-Services“. Denn ebenso wie in anderen Bereichen sind Künstliche Intelligenz (KI) oder Machine-Learning (ML) auch in der Medienbranche längt ein Thema. Aus diesem Grund hat Produktmanagerin Yvonne Thomas von Arvato Systems täglich mit KI beziehungsweise Analytics-Services im Media-Asset-Management zu tun, einer IT-Lösung zur Verwaltung großer Datenmengen anhand von beschreibenden Informationen.


Künstliche Intelligenz, Analytics-Services, Media-Asset-Management – Begriffe, die für Tech-Experten wie Yvonne Thomas gängige Vokabeln im Berufsalltag sind, hinterlassen bei Fachfremden häufig zunächst große Fragezeichen. Genau hier liegt jedoch die Stärke der IT-Fachfrau, die in ihrem Job ständig zwischen Kundenwünschen und technischen Anforderungen vermitteln muss. Für ihre Fähigkeit, komplexe technische Sachverhalte auf simple Art und Weise zu erklären, ist sie sogar bereits ausgezeichnet worden. Im Jahr 2017 verlieh ihr „TV News Check“ als erster Nicht-US-Amerikanerin überhaupt den „Technology Women to Watch Award“, mit dem das US-amerikanische Fachmagazin Frauen würdigt, die die Broadcast- und Medienbranche vorantreiben. Sechs Jahre zuvor erhielt Yvonne Thomas für ihre Abschlussarbeit im Studiengang „Fernsehtechnik und elektronische Medien“ an der Hochschule RheinMain außerdem den Förderpreis „Frauen und Medientechnologie“ der ARD/ZDF-Medienakademie.

Marktführer in Deutschland, Belgien und Kanada

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  • Die Video Production Management Suite von Arvato Systems mit sechs verschiedenen Produkten


Als Produktmanagerin betreut sie heute zusammen mit ihren Kollegen die Video Production Management Suite des Broadcasting-Bereichs von Arvato Systems, die bei Fernsehsendern, Produktionshäusern und Medienunternehmen zum Einsatz kommt und verschiedene Produkte rund ums Media-Asset-Management umfasst. Dabei ist ihre Kompetenz, Schwieriges leicht zu erklären, oft gefragt. Was zum Beispiel ist überhaupt ein Media-Asset-Management? Yvonne Thomas beschreibt es wie folgt: „Wir kennen alle die folgende Situation, wenn wir aus dem Urlaub zurück nach Hause kommen: Wir haben oft Tausende von Fotos oder Videos gemacht und möchten die ganzen Dateien irgendwie strukturieren. Oder wir haben ein bestimmtes Bild im Kopf, das wir suchen“, beginnt sie. „Die technischen Metadaten sind dabei meist automatisch gespeichert, also beispielsweise die Auflösung oder die Information, wann und wo die Datei entstanden ist. Aber um die Inhalte in einer großen Datenbank effizient suchen und finden zu können, müssen sie auch entsprechend mit beschreibenden Schlagwörtern versehen werden. Mit unseren IT-Lösungen geben wir Journalisten die Möglichkeit, ihre Videodateien mithilfe dieser inhaltlichen Metadaten zu strukturieren, zu verwalten und weiter zu bearbeiten.“


In Deutschland, Belgien und Kanada ist die Bertelsmann-Tochter auf diesem Gebiet Marktführer. Aber auch in anderen Ländern rund um den Globus setzen Kunden auf die Softwarelösung von Arvato Systems, die Yvonne Thomas und ihre Kolleginnen und Kollegen in Köln ständig weiterentwickeln und optimieren. Denn je besser die Verschlagwortung, das sogenannte Tagging, desto zielgerichteter gestaltet sich die Suche. Bei einer überschaubaren Menge an Daten wird das Tagging manuell vorgenommen, bei mehreren Millionen Daten aber, die bei der Arbeit von Fernsehsendern und Produktionshäusern anfallen, ist dies von Hand nicht zu schaffen. Seit rund zwei Jahren spielt daher das Thema künstliche Intelligenz auch für Yvonne Thomas eine immer wichtigere Rolle.


 „Im Grunde kann man sich die KI, die in unseren Produkten Anwendung findet, als eine Art Blackbox vorstellen, die auf Basis von mathematischen Algorithmen funktioniert“, veranschaulicht sie die Technologie. „Es ist ein System, das hohe analytische Fähigkeiten besitzt und darum extrem viele Daten effizient verarbeiten, dabei Muster erkennen und diese letztlich strukturiert ausgeben kann.“ Da hier die analytische Kompetenz im Vordergrund steht, spricht Yvonne Thomas auch lieber von Analytics-Services anstatt von künstlicher Intelligenz. „Bei uns im Media-Asset-Management stehen die analytischen Fähigkeiten eines Systems im Vordergrund, die zunächst auch erst auf die Bedürfnisse des Kunden antrainiert werden müssen, bevor sie zum Einsatz kommen. Mithilfe maschineller Lernverfahren und guter Testdaten verbessert das System dann sein eigenes Leistungsvermögen, und die Ergebnisse werden immer treffsicherer.“

„Training ist wichtig“

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Sowieso sei dies die größte unternehmerische Herausforderung in der Zusammenarbeit mit den Kunden: ihnen gegenüber die Bedeutung des Trainings für das System herauszustellen. „Die technische Umsetzung ist gar nicht so schwer. Wichtiger ist es, dass unsere Kunden genau wissen, wie sie diese Analytics-Services nutzen möchten, und dass sie verstehen, dass das Training hierfür extrem wichtig ist“, betont die Expertin.

Wie die Analytics-Services genau arbeiten und was sie leisten können, musste auch sie zunächst lernen. Dabei war und ist es ihr immer wichtig, „den Blick nach außen zu richten“, wie Yvonne Thomas es nennt. „Wenn man sich jeden Tag mit einer bestimmten Thematik beschäftigt, verliert man sich sehr schnell in seiner eigenen Welt. Umso wichtiger ist es, sich mit Kunden, Partnern oder Kollegen auszutauschen.“ Durch das Kennenlernen anderer Blickrichtungen und das Sammeln vielfältiger Erfahrungen wachse nicht nur der eigene Horizont, fährt sie fort. Es entstehe auch Kreativität, die auch oder gerade in der Tech-Branche nie zu kurz kommen dürfe. Besonders wichtig ist für Yvonne Thomas dabei, dass sich der Geist frei entfalten kann. „Kreativität ist für mich gleichbedeutend mit freiem Denken, dem Mut zum Risiko und der Lust, neue Dinge zu machen und sie einfach mal auszuprobieren. Für meine Kolleginnen und Kollegen und mich spielt Kreativität eine wichtige Rolle, um unsere Technologien weiterzuentwickeln und auch die Perspektive der Kunden nicht aus den Augen zu verlieren“, erklärt die Produktmanagerin.

Was bei den Analytics-Services in Zukunft noch relevanter werden wird, ist Yvonne Thomas zufolge deren Fähigkeit, auf Grundlage von Daten Vorhersagen zu treffen oder Empfehlungen vorzuschlagen, für Nachrichtenthemen beispielsweise. Ob künstliche Intelligenz, Analytics-Services oder Machine-Learning – das Potenzial intelligenter Technologien scheint noch längst nicht vollends ausgeschöpft.


Bei diesem Beitrag handelt es sich um eine Zusammenfassung einer Geschichte zu den Bertelsmann Essentials „Kreativität“ und „Unternehmertum“, die im neuen Buch aus der Reihe „What’s Your Story“ erschienen sind. Die ausführliche Story sowie weitere ausgewählte Beispiele für die besondere Verbindung zwischen den beiden Essentials bei Bertelsmann können Sie sich als pdf hier kostenlos herunterladen.

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