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So heben Energieversorger Effizienzpotentiale durch digitale Arbeitsplätze

Effizienzbooster für den Digital Workplace

Digitalisierung für die Energiewende
20.09.2022
Microsoft 365
Energie- & Versorgungswirtschaft
Digitale Transformation
Digital Workplace
Zero Trust und digitale Widerstandsfähigkeit
Power Apps schließen digitale Lücken
Digitale Vertriebsprozesse binden Kunden – auch für die Energiewende
Mit dem Erfolgsfaktor Mensch auf der digitalen Überholspur

Die Prognosen für den Winter 2022 wollen keine rosigen Zeiten voraussehen: Nicht nur energieintensive Produktionsunternehmen fürchten Produktionsstopps und Massen-Kurzarbeit. Auch für die Menschen in Deutschland scheinen die harten Zeiten nicht zu Ende – für sie geht es um weit mehr als um eine warme, helle Wohnung im Winter.


Zu den durchaus positiven Nachrichten zählt sicher, dass die Energiewende rasant an Fahrt aufgenommen hat. Sowohl der Staat und Unternehmen als auch private Haushalte denken um und forcieren alternative Energien.

Trotzdem und gerade deshalb stehen insbesondere regionale Energieversorger vor gewaltigen Herausforderungen: Nicht nur explodierende Weltmarktpreise bedrohen die Wettbewerbsfähigkeit der Stadtwerke und Regionalversorger. Sie müssen zwingend und mit Hochdruck sowohl in erneuerbare Energien investieren als auch die Digitalisierung vorantreiben, denn nur so kann die Energiewende wirklich funktionieren. Allein die zunehmende Dezentralisierung der Bezugsquellen durch erneuerbare Energien erfordert eine qualifizierte, umfassende und aktuelle Datenbasis. Darüber hinaus müssen die Netze digital gemanaged und die Kunden kompetent über digitale Kommunikationswege betreut werden.


Abgesehen von zunehmenden Marktanforderungen sind die Energieversorger seit 2016 per Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende verpflichtet. Zusammengefasst soll durch die digitale Transformation

  • die Kommunikation zwischen Netzbetreibern, Energieversorgern und Endverbraucher effizienter und schneller,
  • neue Angebote von zeit- und bedarfsgerechten Tarifen und Services für Endverbraucher ermöglicht,
  • und Endverbrauchern die Optimierung ihres Strom- und Gasverbrauchs z.B. durch den Smart Meter sowie die eigene Energieversorgung durch z.B. Solarpanels vereinfacht werden

Eine weitere Besonderheit der Energiewirtschaft ist die gesetzliche Regulierung von u.a. Investitionen für IT-Projekte: Selbst wenn sie können und wollten, dürfen die Unternehmen nur einen bestimmten Betrag investieren. Folglich dürfen die gewünschten Effekte der Digitalisierung nicht erst möglicherweise und irgendwann eintreten.


Umso wichtiger ist es, bereits im Vorfeld von Digitalisierungsprojekten die sogenannten Effizienzblocker zu identifizieren und proaktive Maßnahmen zu ergreifen. Im Folgenden wollen wir Ihnen ausgewählte Bremsen und Stopper vorstellen, die wir mit unseren Kunden aus der Energiewirtschaft erfolgreich gemeistert haben.

Zero Trust und digitale Widerstandsfähigkeit

Manch einer mag im ersten Augenblick einen Stromausfall noch mit romantischen Abenden mit Kerzenschein oder aufgetautem Grillgut am Lagerfeuer verbinden, die Realität wird allerdings in Sekundenschnelle zum Albtraum. Ein Cyberangriff auf die Stromnetze eines regionalen Stadtwerkes kann innerhalb von Minuten einen Blackout auslösen: Krankenhäuser mit Intensivstationen und OP-Räumen ebenso wie der Straßenverkehr und Gebäudetechnik werden schlicht ausgeknipst.

Das Beispiel zeigt eindrucksvoll, dass die Energiewirtschaft als Spitze der kritischen Infrastruktur besondere Anforderungen an IT- Sicherheit stellen muss. Nur: Ist es wirklich notwendig, auf digitale mobile Arbeitsplätze aus Angst vor Cyberangriffen zu verzichten?


Der Erdgaslieferant OGE zeigt, dass die IT-Sicherheit des Unternehmens auch mit digitalen Arbeitsplätzen in der Cloud uneingeschränkt gewährleistet kann. Mit der verwendeten Zero Trust Sicherheitsphilosophie werden nicht nur die IT-Infrastruktur sowie Endgeräte, Daten und Anwender vor Cyberangriffen geschützt. Sie passt sich sogar an die jeweiligen komplexen Umgebungen an. Damit fördert sie die digitale Widerstandsfähigkeit des einzelnen Energieversorgers und zahlt somit auf die digitale Resilienz des gesamten Energiesystems ein.


Microsoft 365 beinhaltet bereits die wesentlichen Funktionalitäten, die den digitalen Arbeitsplatz in der Cloud Zero Trust absichern:

Eine abgesicherte Identitäts- und Zugriffsverwaltung für interne wie externe Benutzer.
Der Verzicht auf unsichere Passwörter durch eine kennwortlose Authentifizierung über z.B. Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder PINs. Darüber hinaus wird auch die Multi-Faktor-Authentifizierung  kostenlos mitgeliefert.
Das Prinzip „ Zugriff mit den geringsten Rechten“ sichert zusätzlich ab, in dem es den Benutzer genau und nur das an Anwendungen zur Verfügung stellt, was auch tatsächlich benötigt wird.

Das Pilotprojekt mit 500 Usern hat bewiesen, dass sämtliche Sicherheitsstandards auch mit digitalen Arbeitsplätzen in der Cloud eingehalten werden können: 2021 wurden keine Datenschutzverletzungen bei der OGE identifiziert und somit musste auch keine Meldung an die zuständige Behörde gemacht werden. Damit war der Weg frei, sämtliche rund 1500 Arbeitsplätze der OGE digital in die Cloud zu verlegen. Mehr Informationen finden Sie im Blogbeitrag „Digital Workplace bei OGE“.

Power Apps schließen digitale Lücken

Der digitale Arbeitsplatz ermöglicht nicht nur MitarbeiterInnen in der Verwaltung mobile Arbeitsplätze, sondern auch den vielen MontagemitarbeiterInnen draußen im Feld. Damit jeder Haushalt bzw. jedes Unternehmen mit Energie jeder Art versorgt wird, gibt es überall am Straßenrand die hellgrauen Verteiler-Schaltschränke. Bis dato ist die Digitalisierung noch nicht bis zu den Schaltschränken gekommen: Die zugehörigen Schaltpläne sind immer noch analog in einem Dokumentenbuch, das oft lange Reisezeiten von a nach b hat.


Die OGE hat nicht nur das Dokumentenbuch digitalisiert: Über eine App und entsprechende QR Codes sind nun die Schaltschränke auch digital den Dokumentenbüchern zugeordnet. Stammdaten ebenso wie Änderungen und Fotos der Verkabelung können in der App erfasst und übermittelt werden. Die App ist auch offline funktionsfähig und übermittelt die Daten, sobald der Monteur wieder online ist. Alle beteiligten internen MitarbeiterInnen können die Daten sofort digital weiterverarbeiten. Damit hat sich der Prozess von Tagen auf maximal wenige Stunden beschleunigt.


Durch das GPS im Smartphone hat sich zudem ein wertvolles Nebenprodukt ergeben: Eine digitale Landkarte der rund 25.000 Schaltschränke in Deutschland.

Digitale Vertriebsprozesse binden Kunden – auch für die Energiewende

Ob Big Four oder regionale Stadtwerke: Kunden sind nicht nur der zentrale Erfolgsfaktor des Unternehmens, sondern tragen maßgeblich zum Erfolg der Energiewende bei. Durch die Liberalisierung des Energiemarktes wählt heute ein Kunde seinen Energieversorger aus, wobei neben günstigen Preisen zunehmend Schnelligkeit, Flexibilität und vor allem kompetente Beratung ausschlaggebend sind.


Die Erwartungshaltung an die Kundenfreundlichkeit orientiert sich natürlich am Onlinehandel, doch dafür sind viele kleinere Energieversorger nicht gerüstet: Das Kundenbeziehungsmanagement läuft vielerorts schlicht nur rudimentär digital ab.

Der Grund: Die Vertriebsprozesse sind meist nur im Sinne von Excel und Mail digital, Kundenhistorien und verlässliche Daten sind selten zentral für alle Vertriebs- und ServicemitarbeiterInnen verfügbar. Abgesehen von der mühsamen Informationsbeschaffung läuft der Weg zum Kunden überwiegend über analoge Medien wie Telefon und Post.


Die swb Beleuchtung hat den Effizienzblocker sprichwörtlich aus dem Weg zum Kunden geräumt: Durch die Digitalisierung der Vertriebsprozesse mit Microsoft Dynamics 365 haben sie heute nicht nur eine 360 Grad Sicht auf Kunden und Interessenten. Viele Prozesse konnten automatisiert und vereinfacht werden, so dass die MitarbeiterInnen sich vor allem auf ihre Kunden konzentrieren können.


Ein weiteres Highlight in der Kundenbetreuung: Durch den mobilen digitalen Arbeitsplatz kann das Vertriebsteam seine Kunden jederzeit und überall gleichermaßen kompetent beraten.

Mit dem Erfolgsfaktor Mensch auf der digitalen Überholspur

Die Energiewirtschaft hat eine lange Tradition als (teil-)öffentlicher Arbeitgeber, auch deshalb haben insbesondere Stadtwerke und regionale private Energieversorger überproportional viele MitarbeiterInnen der Generation 50+. Obwohl jede Generation heute ein Smartphone hat und online shoppt, ist der neue Arbeitsalltag an einem Digital Workplace eine besondere Herausforderung für die älteren Generationen.


Die digital native Generation dagegen erwartet von potentiellen Arbeitgebern die neue Form der Arbeitswelt: New Work mit mobilen Arbeitsplätzen müssen auch Energieversorger leben. Darüber hinaus will die Fridays for Future-Generation aktiv den Energiewandel mitgestalten. Die OGE beispielsweise nutzt diesen Trend und kann dadurch wieder Nachwuchskräfte dazugewinnen.

Damit die digitale Transformation erfolgreich wird, müssen Energieversorger durch ein Change Management Programm alle Generationen auf den Digitalisierungsweg mitnehmen. Software Trainings müssen durch individuelle, gezielte Digital Adoption-Maßnahmen ergänzt werden.


Ziel der Maßnahmen muss zuallererst sein, die Angst vor Veränderungen zu nehmen und unterschiedliche Lernfähigkeiten zu berücksichtigen. Dann können auch Erleichterungen in der täglichen Arbeit besser angenommen werden und Vorteile wie Homeoffice schätzen gelernt werden.


Die swb hatte sich bereits im ersten Pandemiejahr 2020 erfolgreich auf den Weg in die Cloud gemacht. Neben der Implementierung haben wir das Unternehmen auch durch den Change & Adoption Prozess begleitet. Heute will die swb den digitalen Arbeitsplatz auf keinen Fall mehr missen:


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Verfasst von

MA_Uwe_Käßner (1)
Uwe Käßner
Experte für Microsoft 365