Copilot Dashboard statt Bauchgefühl
Mehr Klarheit für Nutzung, ROI und Adoption
Microsoft 365 Copilot ist schnell eingeführt. Doch wie lässt sich messen, ob Nutzung, Mehrwert und Lizenzstrategie wirklich funktionieren? Ein Copilot Dashboard schafft Transparenz und hilft dabei, Adoption, ROI und nächste Schritte fundiert zu steuern.
Copilot ist eingeführt – aber wie wird der Mehrwert messbar?
Viele Unternehmen haben bereits erste Schritte mit Microsoft 365 Copilot gemacht, Pilotprojekte gestartet und in Lizenzen sowie erste Adoption-Maßnahmen investiert. Mit dem reinen Rollout allein ist es jedoch nicht getan. Jetzt stellt sich die entscheidende Frage: Welchen konkreten Nutzen bringt die KI tatsächlich – und wo bleibt sie hinter den Erwartungen zurück?
Genau hier liegt die aktuelle Herausforderung: Ohne konkrete Kennzahlen bleibt die KI-Nutzung in vielen Bereichen eine Blackbox. Es fehlt die Klarheit darüber, wie intensiv Copilot im Alltag tatsächlich hilft, welche Abteilungen messbar profitieren und wo akuter Trainingsbedarf besteht. Entscheidungen basieren dann eher auf Einzelwahrnehmungen als auf validen Daten.
Im operativen Tagesgeschäft drängen sich dadurch konkrete Fragen auf:
- Welche Gruppe erhält als Nächstes Copilot-Lizenzen?
- Wie viele Lizenzen werden insgesamt benötigt und wo werden sie eventuell gar nicht mehr genutzt?
- Entspricht der erzielte ROI den ursprünglichen Erwartungen?
- Wie lässt sich der ROI gezielt optimieren?
- An welchen Stellen sind die KPIs noch nicht erfüllt?
Messbare Ergebnisse sind keine Kür, sondern die Grundvoraussetzung, um die Adoption voranzutreiben, Kosten zu optimieren und die gesamte Workplace-Strategie datenbasiert zu steuern. Nur wer die tatsächliche Wirkung kennt, kann seine Investition erfolgreich lenken.
Welche Daten liefert das Copilot Dashboard – und wo liegen die Grenzen?
Microsoft stellt mit dem hauseigenen Copilot Dashboard (unter anderem via Viva Insights) und weiteren Standard-Reports geeignete Werkzeuge für den Einstieg bereit. Sie liefern Basisdaten zu Nutzung, Trends sowie der Adoptionsentwicklung und schaffen damit eine erste Orientierung.
Für viele Unternehmen ist das ein sinnvoller Ausgangspunkt. In der praktischen Anwendung zeigt sich jedoch schnell ein bekanntes Muster: Es sind zwar Daten vorhanden – aber sie reichen selten aus, um strategische und budgetrelevante Entscheidungen zu treffen. Das liegt weniger an der Datenmenge selbst als an den strukturellen Einschränkungen der Standard-Auswertungen:
Mangelnde Granularität
Viele Kennzahlen werden stark aggregiert ausgegeben. Dadurch lassen sich Unterschiede zwischen Teams, spezifischen Rollen, Standorten oder einzelnen Copilot-Funktionen nur sehr eingeschränkt nachvollziehen. Auch der Zusammenhang zwischen der Nutzung und dem tatsächlichen Invest bleibt häufig unscharf.
Fehlende Anpassbarkeit
Individuelle Fragestellungen – etwa welche Fachbereiche den größten Effizienzgewinn erzielen oder wie sich die Nutzungsintensität im Verhältnis zu den monatlichen Lizenzkosten verhält – lassen sich mit Standardmitteln kaum abbilden.
Herausforderung Datenschutz & Betriebsrat
Gerade bei Viva-Analytics-Daten wird das Thema im deutschen Umfeld hochsensibel – insbesondere dann, wenn Auswertungen in die Nähe personenbezogener Analysen rücken. In vielen Organisationen führt dies dazu, dass die vorhandenen Bordmittel aus Compliance-Gründen und mit Blick auf die strengen Anforderungen von Datenschutz und Betriebsrat bewusst nur stark eingeschränkt genutzt werden dürfen.
Wer an diesem Punkt weitergehen will, braucht daher ein Toolset, das maximale Flexibilität bietet und gleichzeitig die notwendige Datensouveränität im eigenen Mandanten sicherstellt.
Reporting ist nicht gleich Steuerung
Reporting zeigt die Vergangenheit – Steuerung prägt die Zukunft
Gerade vor dem Hintergrund der typischen Einschränkungen von Standard-Tools wird dieser Unterschied geschäftskritisch. Ein Standard-Reporting liefert zwar einen rückblickenden Überblick über Aktivierungen und grobe Trends, lässt aber offen, wie diese Entwicklungen strategisch einzuordnen sind und welche konkreten Maßnahmen daraus folgen müssen.
Ein Unternehmen, das lediglich die reinen Aktivierungszahlen kennt, besitzt Excel-Tabellen. Eine Organisation, die diese Daten in den richtigen Kontext setzt, leitet daraus hingegen sofort gezielte Optimierungen ab. Genau an dieser Stelle wird ein dediziertes Copilot Dashboard relevant: Es überführt reines Reporting in eine visuelle Auswertung, die eine aktive, zielgerichtete Steuerung ermöglicht.
Warum wir das Arvato Systems Copilot KPI Dashboard entwickelt haben
Nach der internen Einführung von Copilot standen wir vor exakt denselben Herausforderungen wie viele unserer Kunden: Wie behalten wir den Überblick über die tatsächliche Nutzungstiefe? Wie machen wir die Wirtschaftlichkeit gegenüber der Geschäftsführung nicht nur glaubhaft, sondern belastbar und datenbasiert nachweisbar? Und wie steuern wir Enablement-Maßnahmen so, dass sie exakt dort ankommen, wo Anwender noch Unterstützung benötigen?
Aus diesem konkreten Praxisbedarf heraus haben wir eine eigene, flexible Lösung entwickelt: das Arvato Systems Copilot KPI Dashboard.
Es versteht sich nicht als bloße Erweiterung bestehender Microsoft-Funktionen, sondern als eigenständiger, lösungsorientierter Ansatz, der dort ansetzt, wo das Standard-Reporting aufhört. Gekoppelt mit dem ergänzenden Copilot Adoption Tracker schaffen wir die Grundlage für ein vollkommen flexibles, datenschutzkonformes Monitoring, das Daten nicht nur sammelt, sondern direkt in handfeste Handlungsempfehlungen übersetzt.
Was sollte ein modernes Copilot KPI Dashboard leisten?
Der entscheidende Mehrwert liegt nicht in isolierten Kennzahlen, sondern in deren intelligenter Zusammenführung. Erst aus der Kombination verschiedener Perspektiven entsteht eine valide Entscheidungsgrundlage.
- Transparenz über Nutzung und Adoption: Die tatsächliche Nutzung wird automatisiert ausgewertet und lässt sich auf unterschiedlichen Ebenen betrachten – von der Gesamtorganisation über einzelne Abteilungen bis hin zu Standorten und Rollen. So wird sofort erkennbar, welche Teams die KI effektiv einsetzen und wo gezielte Unterstützung nötig ist.
- Praxisnahe KPIs & Trends: Die Auswertung unterscheidet gezielt nach den einzelnen Copilot-Funktionen (wie in Word, Outlook oder Teams) und ermöglicht die Integration eigener Metriken. Hierzu zählt beispielsweise die Nutzungsintensität im Verhältnis zu den Lizenzkosten. Dabei wird im Detail sichtbar, ob Teams überwiegend automatisierte Copilot-Standardfunktionen aufrufen oder bereits individuelle Prompts schreiben, um komplexe Workflows zu lösen.
- Gezielte Steuerung der Adoption: Statt breiter, teurer Gießkannen-Schulungen erlaubt das Dashboard einen datenbasierten Ansatz. Stagniert die Nutzung in einem Bereich, können Enablement-Initiativen und Trainings exakt dort angesetzt werden, wo die Lücke existiert.
- Lizenzoptimierung und Kostenkontrolle: Inaktive Lizenzen lassen sich schnell identifizieren. Das Dashboard bietet hierfür eine regelbasierte Unterstützung, um ungenutzte Lizenzen gezielt neu zu verteilen oder dauerhaft inaktive Lizenzen sicher zu deaktivieren. Im Gegenzug identifiziert das System Business-User mit einem hohen Pay-as-you-go (PAYG)-Verbrauch, sodass diese unkompliziert die passenden festen Lizenzen erhalten. Das spart Kosten und erhöht die Effizienz – auf Wunsch vollkommen anonymisiert und ohne Rückschlüsse auf einzelne Personen, was die Akzeptanz sichert und den Vorgaben des Betriebsrats exakt entspricht.
- Absolute Datensouveränität: Alle Auswertungen sind so konzipiert, dass sie zu 100 % DSGVO- und betriebsratskonform umgesetzt werden können. Die Daten verbleiben vollständig in Ihrer eigenen Azure- bzw. Power-BI-Umgebung und werden nach Ihren Compliance-Regeln anonymisiert – eine zwingende Voraussetzung für die dauerhafte Akzeptanz im Unternehmen.
Wie verbessert ein Copilot Dashboard die Steuerung in der Praxis?
Daten schaffen in diesem Zusammenhang vor allem eines: verlässliche Handlungsspielräume. Unternehmen, die ein KPI-Dashboard einsetzen, erhalten ein klares Bild darüber, wo die KI echten Value stiftet.
Pilotprojekte fundierter bewerten
Vorstände und IT-Verantwortliche erhalten belastbare Fakten statt subjektiver Erfahrungsberichte. Das verändert die Business-Case-Diskussion spürbar: Weg von Vermutungen, hin zu messbaren Ergebnissen für die nächste Investitionsphase.
Trainings gezielt priorisieren
Wenn das Dashboard zeigt, dass beispielsweise PowerPoint-Copiloten intensiv genutzt werden, die Effizienzgewinne in Excel aber stagnieren, kann das Trainingsbudget punktgenau investiert werden – etwa durch gezielte Prompt-Schulungen für den Finance-Bereich.
ROI nachvollziehbar machen und verbessern
Nutzungsdaten schließen die Argumentationslücke gegenüber dem Controlling und dem Management. In der Praxis zeigt sich ein klarer Zusammenhang: Sobald der Nutzen datenschutzkonform sichtbar und nachweisbar wird, steigt die Bereitschaft für den weiteren Rollout. Nutzen alle Mitarbeitenden ihre Lizenzen nachweislich optimal, genehmigt die Geschäftsführung zusätzliche Budgets für weitere Abteilungen spürbar schneller. Wenn vorhandene Lizenzen effizient ausgelastet sind, lassen sich Folgeinvestitionen deutlich leichter rechtfertigen.
Technische Grundlage und Erweiterbarkeit
Technisch basiert unser Ansatz auf Microsoft Power BI. Er ist damit nahtlos in die bestehende Microsoft-365-Infrastruktur integrierbar, sofort einsatzbereit und flexibel um eigene Datenquellen oder Organisationsstrukturen erweiterbar.
Ein Beispiel aus der Praxis
Ein internationaler Konzern stellte mithilfe unseres Dashboards fest, dass Copilot vor allem in den Marketing-Teams intensiv genutzt wurde, im Finance-Bereich jedoch überwiegend nicht über die Aktivierung hinausging. Auf dieser Datenbasis wurde gezielt nachgesteuert: Durch gezielte Schulungen und In-Apps-Tipps konnte die Adoption im Finance-Bereich binnen weniger Wochen verdoppelt werden – wohlgemerkt ohne den Zukauf einer einzigen zusätzlichen Lizenz.
Fazit: Copilot wird erst mit Daten wirklich steuerbar
Wer Microsoft 365 Copilot ohne klare Kennzahlen steuert, agiert im Blindflug. Die technologische Einführung ist nur der erste Schritt. Entscheidend für den dauerhaften Erfolg ist, wie gut es Unternehmen gelingt, Nutzung, Wirkung und Investition im laufenden Betrieb zu orchestrieren.
Das Arvato Systems Copilot KPI Dashboard schließt die Lücke zwischen bloßem Reporting und aktiver Steuerung. Es verbindet Nutzung, Compliance und Kosten zu einer transparenten Entscheidungsgrundlage – von der ersten Pilotphase bis zur globalen Skalierung.
Häufige Fragen zum Copilot Dashboard
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Was ist ein Copilot Dashboard?
Ein Copilot Dashboard ist ein Analysetool, das sichtbar macht, wie Microsoft 365 Copilot im Unternehmen genutzt wird. Es zeigt die Verteilung von Nutzung, Adoption und Wirkung zwischen verschiedenen Teams, Abteilungen oder Microsoft-Anwendungen.
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Wann reicht das Standard-Reporting von Microsoft häufig nicht mehr aus?
Für einen ersten, groben Überblick sind die integrierten Microsoft-Reports gut geeignet. Sobald es jedoch um operative Entscheidungen geht – wie die gezielte Steuerung der Adoption, die Identifikation von ungenutzten Lizenzen oder die Anpassung an spezifische Abteilungsstrukturen –, fehlen der notwendige Detailgrad und die Flexibilität ohne weitere Lizenzen für die Analyse.
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Warum bietet Microsoft für diese Serien keine RIs mehr an?
Microsoft modernisiert kontinuierlich seine Rechenzentren. Ältere Hardware-Generationen sind im Betrieb teurer und weniger energieeffizient als neue Generationen (wie v5 oder v6). Mit dem Ende der RI-Verfügbarkeit setzt Microsoft einen wirtschaftlichen Anreiz, damit Kunden auf modernere und effizientere Infrastruktur migrieren.
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Wie hilft ein Copilot Dashboard bei der Adoption?
Das Dashboard deckt auf, in welchen Abteilungen die Nutzung stagniert. Auf dieser Basis können Unternehmen gezielte Maßnahmen wie maßgeschneiderte Schulungen, Use-Case-Workshops oder interne Kommunikationskampagnen aufsetzen, statt Budget mit der Gießkanne zu verteilen.
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Lässt sich mit einem Dashboard der ROI messen und verbessern?
Ja. Ein KPI-Dashboard setzt die laufenden Lizenzkosten in direkte Relation zur Nutzungsfrequenz und -tiefe, ggf. mit Anwendungsfallbezug. Dadurch lässt sich nicht nur der Status quo bewerten, sondern der ROI aktiv optimieren – beispielsweise durch das softwaregestützte Umverteilen inaktiver Lizenzen.
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Welche Rolle spielen Datenschutz und Betriebsrat?
Im europäischen und insbesondere im deutschen Umfeld spielen sie eine zentrale Rolle. Damit ein Dashboard im Unternehmen akzeptiert und freigegeben wird, muss es ohne kritischen Personenbezug auskommen und rollen- oder abteilungsbasierte Aggregationsgrenzen strikt einhalten. Das Arvato Systems Dashboard ist exakt auf diese hohen Compliance-Anforderungen hin optimiert.
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Hilft ein Copilot Dashboard bei der Lizenzplanung?
Ja, maßgeblich. Es zeigt ungenutzte Potenziale (sogenannte "Shelfware") auf und macht sowohl umgenutzte Lizenzen als auch neue Bereiche sichtbar, in denen Copilot Lizenzen einen Mehrwert für das Unternehmen bringen. So können IT-Verantwortliche Überlizenzierungen vermeiden und den tatsächlichen Bedarf für kommende Vertragslaufzeiten exakt vorausplanen.
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Was ist der Unterschied zwischen Copilot Reporting und einem KPI-Dashboard?
Das klassische Copilot Reporting liefert primär statische Daten zu Aktivierungen und allgemeinen Trends. Ein echtes Copilot-KPI-Dashboard – wie das Arvato Systems Copilot KPI Dashboard – geht jedoch entscheidend weiter: Es verknüpft diese reinen Nutzungsdaten mit dem organisatorischen Kontext Ihres Unternehmens (z. B. Kosten, spezifische Abteilungen und Use Cases). Dadurch werden abstrakte Zahlen in eine proaktive Entscheidungsgrundlage für die IT- und Unternehmenssteuerung transformiert und Erfolge messbar gemacht.
Verfasst von
Sascha Ortmann liebt es, komplexe IT-Themen verständlich zu machen. Als Senior Consultant bei Arvato Systems liegt sein Fokus auf Microsoft 365-Consulting, Microsoft Copilot und Compliance. Mit langjähriger Erfahrung in der digitalen Transformation unterstützt er Unternehmen dabei, moderne Arbeitsumgebungen sicher und effizient zu gestalten.