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Elektronische Marktkommunikation aus der Cloud

MaKo 2020 ist tot. Es lebe die MaKo 2022 

Marktkommunikation 2020
21.06.2021
Energie- & Versorgungswirtschaft
Digitale Transformation
Cloud

Erst kürzlich wurden die Anforderungen der Beschlusskammer 6 der Bundesnetzagentur (BNetzA) zur elektronischen Marktkommunikation im Stromsektor an die Erfordernisse des Messstellenbetriebsgesetzes (MaKo 2020) angepasst. Nun stehen die Vorbereitungen für die MaKo 2022 an. 

Wäre es nicht wunderbar, wenn man dafür ein Rundum-Sorglos-Paket aus der Cloud nutzen könnte? Für Anwender aller Marktrollen insbesondere Energielieferanten, Messstellenbetreiber aber auch Netzbetreiber bringt das Auslagern der Marktkommunikation (bspw. MaKo 2020, MaKo 2022, Redispatch 2.0, etc.) in die Cloud mehrere Vorteile mit sich. Viele Energieversorger und andere Player im Markt empfinden die nicht unmittelbar wertschöpfende Marktkommunikation als überaus lästige Pflicht. Das liegt vor allem an der halbjährlichen Aktualisierung der Formate und Regeln und der damit verbundenen Notwendigkeit, ständig neue Software-Releases aufspielen zu müssen. Mit einer On-Premise-Lösung hat dies für die Unternehmen jedes Mal einen kaum kalkulierbaren Installations- und Testaufwand zur Folge. Läuft die Marktkommunikation jedoch in der Cloud und wird sie zentral verwaltet, haben Anwender praktisch keine Last mehr mit diesen Dingen. Ihr Aufwand schrumpft auf ein Minimum, und sie können ihre Ressourcen im Tagesgeschäft wertschöpfender einsetzen. 

Automatisierung und Digitalisierung professionalisieren 

Vorstellbar wäre eine Lösung zu finden, die sich als Fachmodul innerhalb einer Plattform integriert, die als Framework auch zahlreiche Systemfunktionalitäten bereitstellt, etwa Mandantentrennung, Rollen- und Rechtekonzepte und Jobkonfiguration. Dabei sollte die Lösung für die Marktkommunikation mit verschiedenen Plattformen flexibel und hochintegrativ auch in Kombination mit beliebigen Backend-Systemen und Fachmodulen anderer Systemhersteller fungieren. Einen besonderen Mehrwert würde die Anwendbarkeit der Lösung als Datendrehscheibe mit Enterprise Application Integration-Funktionalitäten bieten, die zusätzlich zur klassischen EDIFACT-Kommunikation bereitsteht.  


Effizienz-Steigerung schon ab dem Onboarding 

Durch den Cloud-Ansatz wird auch das Onboarding für die Anwender einfacher und schneller. Zwar müssen die Systeme initial sauber miteinander verknüpft werden, aber das ist für die Anwender bei Weitem kein so großes Projekt mehr. Außerdem sinkt dank standardisiertem Template-Ansatz die Gefahr fehlerhafter Konfigurationen. Dadurch und durch Plausibilisierungsfunktionen im Tool treten im Tagesgeschäft weniger Inkonsistenzen und Datenschiefstände auf, was wiederum die Zahl der unbeliebten Klärfälle senkt. Und wenn Klärfälle auftreten, kann man diese stringent auflösen, ohne sich in EDIFACT auskennen zu müssen. 

Egal ob MaKo 2020, MaKo 2022, Redispatch 2.0 oder welche neuen Anforderungen durch die Energiewende zukünftig an die Marktkommunikation gestellt werden – mit einer verlässlich und automatisiert Cloud-Lösung bleibt mehr Zeit für die vielen anderen Aufgaben im Tagesgeschäft eines Energieversorgers.  

Und zu guter Letzt: für die Marktlokationen bzw. Messlokationen (MaLo/MeLo) und natürlich auch für den Endkunden würde sich nichts ändern. 

Blogbeitrag: Marktkommunikation in der Energiewirtschaft

Immer mehr Marktteilnehmer tauschen in immer komplexeren Prozessen immer mehr Daten aus. Die Marktkommunikation im Energiemarkt wird also komplizierter – durch kluge IT-Lösungen aber auch automatisierbar und effizienter. Erfahren Sie mehr in dem Blogbeitrag von Andreas Pöhner. 

Verfasst von

NLI_Andreas_Pöhner
Andreas Pöhner
Experte für Marktkommunikation