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Handlungsoptionen für End of Life Windows Server 2012

Was tun, wenn IT-Services aus der Wartung laufen?

End of Support Windows Server 2012
19.04.2022
Managed Services
Microsoft Azure
Security

Am 10. Oktober 2023 endet der Supportzeitraum für Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2 und wird damit auch zu einer sogenannten „Outdated Component“. Dies gilt auch für SQL-Server 2012 und SQL-Server 2012 R2, bei denen der Support sogar bereits am 12. Juli 2022 ausläuft.


Ebenfalls davon betroffen, ist der Zeitraum für den erweiterten Support für Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2008, welcher am 14.01.2020 geendet ist. Seitdem stellt diese Version ein signifikantes Sicherheitsrisiko für alle Unternehmen dar.

Sicherheitsrisiken durch den End of Life von IT-Komponenten

Werden IT-Komponenten, deren End of Life erreicht ist, weiterbetrieben, ergibt sich ein Risiko für die Sicherheit der Systeme: Entsprechende Sicherheitspatche werden vom Hersteller für nicht unterstützte Versionen nicht mehr zur Verfügung gestellt. Insbesondere bereits bekannte Schwachstellen sorgen für Sicherheitsvorfälle: So wissen die Unternehmen in ungefähr 99% aller Fälle bereits mehr als 12 Monate von einem Risiko, bevor sie das Ziel von Cyber-Attacken werden.


Grundsätzlich sollten Windows Server 2012 und Windows Server 2012 R2 Nutzer nun ein Upgrade der bestehenden Systeme auf eine neuere – oder bevorzugt die neueste – Version durchführen. Um die neueste Server-Version einzusetzen, müssen die System nicht fortschreitend aktualisiert werden. Microsoft bietet die Möglichkeit durch ein sogenanntes «in Place Upgrade» direkt auf die Version Windows Server 2019 zu aktualisieren. Die Version 2016 kann somit übersprungen werden.

Ein direktes Upgrade auf die Version 2022 wird seitens Microsoft nicht empfohlen. Längst gibt es neue Server-Software, mit der die Sicherheit gewährleistet ist, und die noch dazu viele nützliche neue Funktionen mitbringt. Das neue Windows Server 2022 ist dafür das beste Beispiel!

Handlungsoptionen für End of Life der Windows 2012 und Windows 2012 R2 Systeme sowie SQL Server 2012 und SQL Server 2012 R2

Bei dem Umgang mit Outdated Components können grundsätzlich drei unterschiedliche Herangehensweisen verfolgt werden.


1.    Upgrade ohne Technologiewechsel

Investieren Sie in Ihre bestehende OnPremises IT-Infrastruktur und führen Sie notwendige Upgrades durch. 


2.    Upgrade mit Technologiewechsel

Verstehen Sie Outdated Components als Chance, Ihre Server, Applikationen und Workloads in die Cloud zu migrieren, ohne die Anwendung und die darunter liegende Infrastruktur wesentlich zu verändern. 


3.    Upgrade mit vollständiger Modernisierung der Anwendungsarchitektur

Verstehen Sie Outdated Components als Chance, Ihre Server, Applikationen und Workloads mit den Cloud Services von Grund auf zu modernisieren. Mit dieser Transition in die Cloud sparen Sie nicht nur IT-Kosten, Sie profitieren auch von der wachsenden Effizienz Ihrer Anwendungen und Prozesse.

End of Support Windows Server 2012

Sie suchen nach einer konkreten Lösung zu Modernisierung Ihrer Outdated Components Windows 2012 und Windows 2012 R2 Systeme sowie SQL-Server 2012 und SQL-Server 2012 R2?

1. Upgrade ohne Technologiewechsel

Bei diesem Verfahren wird ein neuer Server in der neuesten oder einer neueren Version parallel zu dem bestehenden System aufgebaut und die Applikation auf dem neuen System installiert und mittels "Backup & Restore" relevante Applikationsdaten auf das neue Systems transferiert. Nach einem erfolgreichen Test wird noch das Delta kopiert und das alte System abgeschaltet, da das neue System übernimmt. 

2. Upgrade ohne Technologiewechsel (In Place Upgrade)

Der große Vorteil dieses Upgrade-Szenarios besteht darin, dass das System an sich nicht verändert wird. So wird es keine neue IP-Adresse geben und auch sonstige Berechtigungen und Zugriffe bleiben grundsätzlich bestehen. In diesem Szenario sollte jedoch ein "Rollback" Szenario vorab definiert und das Testing nicht unterschätzt werden. 

3. Kein Upgrade ohne Technologiewechsel

Das Extended Security Update (ESU)-Programm ist eine letzte Option für Kunden, die bestimmte ältere Microsoft-Produkte nach Ablauf des Supports ausführen müssen. Es enthält kritische und/oder wichtige Sicherheitsupdates für einen Zeitraum von maximal drei Jahren nach dem Enddatum des erweiterten Supports für das Produkt. Erweiterte Sicherheitsupdates werden bei Verfügbarkeit verteilt. ESUs enthalten keine neuen Funktionen und keine sicherheitsrelevanten Updates. 

4. Kein Upgrade mit Technologiewechsel

Durch eine Migration nach Microsoft Azure erhalten Sie mehr Zeit für die Planung einer vollständigen Modernisierung der Anwendungsarchitektur. Microsoft bietet dafür kostenlose erweiterte Sicherheitsupdates für drei weitere Jahre nach Ablauf der Frist für Windows Server 2012 und 2012 R2 und SQL-Server 2012 an. Sie können dies mit Azure Hybrid Benefit kombinieren, um auf Azure große Einsparungen zu erzielen, indem sie vorhandene lokale SQL-Server- und Windows Server-Lizenzen ohne zusätzliche Kosten in der Cloud nutzen.

5. Upgrade mit vollständiger Modernisierung der Anwendungsarchitektur

Mit dieser Transition in die Cloud sparen Sie nicht nur IT-Kosten, Sie profitieren auch von der wachsenden Effizienz Ihrer Anwendungen und Prozesse. Insbesondere wenn Unternehmen erste Lift & Shift-Migrationen in die Cloud bereits abgeschlossen haben, schlummern in den Systemen noch viele Potentiale. Dies gilt insbesondere für On Premises-Applikationen, welche nach einer erfolgreichen Cloud-Transformation von einer Applikationsmodernisierung stark profitieren. Insbesondere "Outdated Components" können Ihre sog. Low-Hanging Fruits für eine Modernisierung der Anwendungsarchitektur sein. 

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Verfasst von

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Niklas Petersen
Experte für Public Cloud