Support für SAP IS-U läuft aus: Jetzt handeln
Roadmap zu SAP S/4HANA Utilities
Die deutsche Energiewirtschaft steht vor einer Zäsur. Jahrzehntelang diente SAP IS-U als verlässliches Rückgrat für Abrechnung, Marktkommunikation und Kundenmanagement. Doch diese Ära endet: Spätestens Ende 2030 wird die Wartung des Systems eingestellt. Was für viele Unternehmen lange Zukunftsmusik schien, entwickelt sich zu konkretem Handlungsdruck.
Der Wechsel auf SAP S/4HANA Utilities ist damit keine optionale Modernisierung, sondern eine strategische Notwendigkeit. Wer jetzt noch auf SAP IS-U arbeitet, steht vor der Aufgabe, komplexe Altsysteme, individuelle Eigenentwicklungen und jahrzehntelang gewachsene Prozesse in eine neue Systemwelt zu überführen – ohne den laufenden Betrieb zu gefährden.
Gleichzeitig verschärfen sich die regulatorischen und technischen Anforderungen. Steuerungs- und Messsysteme müssen künftig nach § 14a EnWG intelligent eingebunden werden, neue Kommunikationsformate (AS4, BDEW-Web-API) treten an die Stelle bisheriger Schnittstellen, und der Steuerungsrollout im Rahmen der Digitalisierung der Energiewende verlangt tiefgreifende Integrationen zwischen Backend-, Gateway- und Steuerungssystemen. Diese Komplexität macht deutlich: Die Migration auf S/4HANA Utilities ist weit mehr als ein IT-Projekt – sie ist die Voraussetzung für den digitalen Netzbetrieb der Zukunft sowie für effizienten und innovativen Energievertrieb und Kundenservice. Umso wichtiger ist es, die Roadmap für die Migration auf SAP S/4HANA Utilities bereits jetzt strategisch zu planen.
Roadmap für die Migration SAP S/4HANA Utilities: Vom Wartungsende zum Transformationsprojekt
Das angekündigte Ende von SAP IS-U wirkt in der Branche wie ein Weckruf. Über Jahre hinweg wurden Systeme immer wieder erweitert, angepasst und mit individuellen Lösungen überbaut. Das Ergebnis: hochgradig spezialisierte, aber schwer wartbare Strukturen mit teils hunderten Schnittstellen.
Diese IT-Systeme stoßen heute an ihre Grenzen. Neue gesetzliche Vorgaben, wachsende Datenmengen aus Smart-Meter-Infrastrukturen und Echtzeit-Steuerungsprozessen verlangen stabile, standardisierte Plattformen. Die bisherigen IS-U-Installationen können diese Anforderungen technisch kaum noch erfüllen.
Hinzu kommt: Innovationen und regulatorische Updates werden künftig nur noch für SAP S/4HANA, insbesondere im Modell mit SAP RISE, bereitgestellt. Wer also weiterhin mit SAP IS-U arbeitet, verliert die Fähigkeit, neue Marktprozesse oder Sicherheitsanforderungen umzusetzen.
Damit wird die Umstellung auf SAP S/4HANA Utilities zum Pflichtprojekt – nicht, weil das Alte nicht mehr funktioniert, sondern weil die Zukunft bereits begonnen hat.
Neue Anforderungen: Steuerungsfähigkeit, Integration und Datenqualität
Der technologische Wandel fällt in eine Phase, in der Energieversorger ihre IT-Systeme ohnehin neu denken müssen. Der Steuerungsrollout – also die flächendeckende Einführung steuerbarer Verbraucher und Einspeiser nach § 14a EnWG – erfordert eine präzise Synchronisation zwischen Feldtechnik, Gateway-Administration, Messdatenmanagement und ERP-System.
Diese Integration ist mit den klassischen Architekturen von SAP IS-U nur eingeschränkt möglich. Dort fehlen standardisierte Schnittstellen, Prozessautomatisierung und Echtzeitkommunikation. In der Praxis führt das zu hohem Abstimmungsaufwand, komplexen Testzyklen und einem Flickenteppich an Übergangslösungen.
Parallel dazu gewinnt ein anderer Aspekt an Bedeutung: die Datenqualität. Die Migration auf SAP S/4HANA Utilities bringt ein neues Datenmodell mit sich, in dem Geschäftspartner, Geräte und Anlagen zentral verwaltet werden. Wer unvollständige oder doppelte Datensätze übernimmt, riskiert fehlerhafte Abrechnungen und Prozessabbrüche. Eine erfolgreiche Transformation beginnt daher lange vor dem Go-Live – mit der Bereinigung und Validierung von Stammdaten, der Konsolidierung von Schnittstellen und der Definition einheitlicher Prozesse. Dies muss in der Roadmap zur erfolgreichen Migration von SAP S/4HANA Utilities berücksichtigt werden.
Die Energiewirtschaft steht damit vor einer doppelten Aufgabe: Sie muss ihre IT-Systeme modernisieren und gleichzeitig die Grundlagen für automatisierte, interoperable und regulatorisch belastbare Abläufe schaffen.
Was eine tragfähige Zielarchitektur leisten muss
Aus technischer Sicht zeichnet sich bereits heute ab, welche Eigenschaften eine nachhaltige IT-Landschaft in der Energie- und Versorgungswirtschaft besitzen muss:
- Standardisierung der Kernprozesse
Abrechnung, Bilanzierung, Lieferantenwechsel und Marktkommunikation müssen auf einheitlichen, revisionssicheren Standards basieren – nur so lassen sich regulatorische Änderungen effizient umsetzen. - Offene Schnittstellen und Cloud-Fähigkeit
API-basierte Kommunikation ersetzt proprietäre Integrationen. Cloud-Betriebsmodelle ermöglichen Skalierbarkeit, Sicherheit und die Einbindung moderner Tools für Automatisierung, Analytics und KI. - Modularität und Erweiterbarkeit
Kein Unternehmen ist identisch. Die Architektur muss Erweiterungen erlauben – etwa für steuerbare Verbraucher, Gateway-Prozesse oder neue Energiedienstleistungen – ohne den Standard zu gefährden. - End-to-End-Transparenz
Echtzeit-Monitoring, Prozessverfolgung und automatisierte Fehlerbehandlung bilden die Basis für den stabilen Betrieb komplexer Netz- und Messprozesse.
Eine solche IT-Plattform schafft das Gleichgewicht zwischen Stabilität und Agilität – und bildet das Rückgrat für die Digitalisierung der Energiewende.
AEP.EnerS4 als Wegbereiter in die neue Welt von SAP S/4HANA Utilities
Auf dieser Grundlage hat Arvato Systems mit AEP.EnerS4 eine Plattform geschaffen, die die beschriebenen Anforderungen in einem praxisorientierten Ansatz vereint. Sie basiert vollständig auf SAP S/4HANA Utilities, nutzt eine modulare Cloud-Architektur und bietet standardisierte Kernprozesse, die sich flexibel erweitern lassen.
Besonders charakteristisch ist das Mastersystem-Konzept. Anstatt auf eine starre Multi-Tenant-Struktur zu setzen, trennt AEP.EnerS4 klar zwischen einem stabilen Kernsystem, in dem alle markt- und regulatorisch relevanten Prozesse zentral gepflegt werden, und erweiterbaren Systemschichten, die kundenspezifische Anforderungen abbilden. Dieser Aufbau verbindet die Vorteile einer einheitlichen, revisionssicheren Standardplattform mit der Flexibilität individueller Prozessgestaltung. Änderungen oder Erweiterungen können so implementiert werden, ohne den Kern zu verändern – ein wesentlicher Unterschied zu rein mandantenbasierten Cloud-Lösungen, bei denen jede Anpassung tief in das Gesamtsystem eingreift.
Auf Basis eines cloud-nativen SaaS-Ansatzes orientiert sich AEP.EnerS4 eng an der SAP-Roadmap und integriert modernste KI-, Cloud- und Datendienste. So entsteht eine Abrechnungsplattform, die nicht nur aktuelle Marktanforderungen erfüllt, sondern die digitale Transformation der Energie- und Versorgungswirtschaft langfristig unterstützt und sich konsequent an branchenübergreifenden SAP-Standards ausrichtet.
Allerdings ist AEP.EnerS4 mehr als nur eine technische Plattform. Der Ansatz von Arvato Systems umfasst nicht nur den Betrieb der Lösung, sondern auch die Unterstützung bei fachlichen Themen der Energiebranche. Dazu gehören die kontinuierliche Weiterentwicklung von Prozessen, die Unterstützung der Fachbereiche und die laufende Anpassung an regulatorische Änderungen. Das Ergebnis ist eine Lösung, die nicht nur technologisch auf dem neuesten Stand ist, sondern sich auch inhaltlich den Anforderungen der Energiebranche entsprechend weiterentwickelt.
Damit unterstützt AEP.EnerS4 Energieunternehmen dabei, ihre bestehenden Strukturen Schritt für Schritt in die neue Welt zu überführen – ohne Brüche, ohne Datenverluste, ohne operative Stillstände. Die IT-Plattform ist auf aktuelle Marktprozesse, Cloud-Integration und gesetzliche Neuerungen vorbereitet – und bildet damit den technologischen Rahmen, den die Energiewirtschaft für ihre zukunftssichere, datengetriebene Weiterentwicklung benötigt.
Das Auslaufen der Wartung für SAP IS-U markiert einen Wendepunkt für die deutsche Energie- und Versorgungswirtschaft mit SAP-Affinität. Der anstehende Wechsel auf SAP S/4HANA Utilities ist keine Option, sondern eine notwendige Weichenstellung, um regulatorische Sicherheit, technische Stabilität und digitale Zukunftsfähigkeit zu sichern.
Die kommenden Jahre entscheiden darüber, welche Unternehmen ihre IT-Landschaften aktiv modernisieren – und welche von steigender Komplexität und technischen Altlasten ausgebremst werden. Wer die Transformation frühzeitig angeht, kann sie strategisch nutzen: zur Harmonisierung von Prozessen, zur Verbesserung der Datenqualität und zur Vorbereitung auf intelligente Steuerungs- und Kommunikationsanforderungen.
Mit einem klaren Konzept, standardisierten Prozessen und einem flexiblen Architekturansatz bietet Arvato Systems mit AEP.EnerS4 den Rahmen, um diesen Wandel strukturiert und risikoarm zu gestalten. So wird die S/4HANA-Transformation zur Chance, die digitale Zukunft des eigenen Unternehmens aktiv zu gestalten.
Sind Sie auf der Suche nach Unterstützung bei der Bewältigung von Herausforderungen in einem Migrationsprojekt mit SAP S/4HANA Utilities? Sprechen Sie uns an! Unsere Fachexpertinnen und Fachexperten begleiten Sie bei der Gestaltung Ihrer Roadmap und Ihres Migrationsprojekts für SAP S/4HANA Utilities.
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