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Dank maßgeschneiderter Cloud von allen Vorteilen des Cloud Computings profitieren

Die Cloud muss zum Unternehmen passen – und nicht umgekehrt

Cloud optimal – so individuell wie Ihr Unternehmen
18.01.2022
Amazon Web Services
Google Cloud Platform
Microsoft Azure
Cloud
Public versus Private Cloud
Die Herausforderung in der Wirtschaft
Die großen Drei
Die hybride IT-Architektur
Die Wahl des passenden Multi-Cloud-Dienstleisters
Fazit

Die Zahl der Cloud-Anbieter ist unüberschaubar groß: vom globalen Großkonzern bis hin zum spezialisierten Nischen-Cloud-Dienstleister. Zudem gibt es mit Private, Public, Hybrid sowie Multi Cloud verschiedenste Cloud-Szenarien. Nach welchen Aspekten sollten sich die Unternehmen da entscheiden?

Public versus Private Cloud

Es gibt zwei grundlegende Cloud-Arten: die Public und die Private Cloud. Bei der Public Cloud greifen mehrere Unternehmen, Institutionen oder auch Endverbraucher auf die gleiche Hardware zu. Bekannte Beispiele dafür sind Streaming-Plattformen oder Internet-Marktplätze. Im Gegensatz zur Private Cloud, deren Infrastruktur ausschließlich dem Unternehmen zur Verfügung steht, quasi als eigenes, virtuelles Rechenzentrum. Neben diese beiden Varianten gibt es noch die Mischformen Hybrid Cloud und Multi Cloud.


Die Besonderheiten der Public Cloud

Die Public Cloud zeichnet sich vor allem durch eine sehr hohe Flexibilität, eine nutzerfreundliche Handhabung und eine immense Skalierbarkeit aus. Gebuchte Dienste lassen sich je nach Bedarf relativ einfach und schnell aufstocken bzw. reduzieren. Zudem gestaltet sich der Gang in die Public Cloud als besonders unkompliziert. Einerseits, weil sie sofort einsatzbereit ist. Und andererseits, da die meistgenutzten Dienste standardmäßig als Self Services zur Verfügung stehen und Anpassungen daher in der Regel nicht notwendig sind. Bei guter Auslastung und aufgrund der hohen Anzahl an Nutzern bieten die Cloud Provider überdies ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis an. Mehr noch: Beim Pay-by-Use-Modell zahlt der Kunde nur für die tatsächlich genutzte Infrastruktur – anstatt einer monatlichen oder jährlichen Pauschale.


Nachteile der Public Cloud:

  • Der Kunde ist auf das Portfolio seines Providers begrenzt.
  • Ein Wechsel zu einem anderen Anbieter ist enorm aufwändig und nicht selten mit Datenverlusten verbunden.
  • Es ist nicht immer offensichtlich, wo der Anbieter die Daten speichert und wie es um Datenschutz und IT-Sicherheit bestellt ist.
  • Die Anwendungen sind standardisiert und lassen sich zumeist nicht oder nur mit sehr hohem Aufwand an kundenspezifische Anforderungen anpassen.

Die Besonderheiten der Private Cloud

Wenn die Daten in Deutschland bzw. der EU liegen, dann punktet die Private Cloud mit maximaler Datensicherheit. Die einzelnen Komponenten, Funktionen und Services sind zudem genau auf die spezifischen Bedürfnisse des Unternehmens ausgerichtet, was zu hoher Effizienz und Nutzerfreundlichkeit führt. Auch sind unternehmenseigene IT-Governance- und Compliance-Anforderungen so besser umsetzbar. Ein weiteres Plus ist die uneingeschränkte Verfügbarkeit der Infrastruktur, denn nur das eigene Unternehmen greift darauf zu – und keine Dritten. Zudem erhält das Unternehmen eine individuelle Kundenbetreuung und -beratung.


Auf der Kehrseite der Medaille stehen in der Regel höhere Bereitstellungs- und Zusatzkosten für das Customizing, eine geringere Skalierbarkeit und weniger Flexibilität.

Tipp

Unternehmen mit sehr strengen Sicherheits- und Compliance-Anforderungen oder dem Bedürfnis, die Art und Weise des Umgangs mit ihren Daten weitestgehend selbst zu bestimmen und zu kontrollieren, sollten sich für die Private Cloud entscheiden. Sie eignet sich überdies besonders für statische und IT-Infrastrukturen.

Doch mit den diversen Cloudformen ist es nicht getan. Auch hinsichtlich ihrer Inhalte unterscheiden sich Clouds:


  • Hostet ein Unternehmen seine Software nicht mehr im lokalen Rechenzentrum, sondern bezieht sie aus der fertig installierten Cloud, handelt es sich um Software-as-a-Service (SaaS).
  • Stellt der Provider eine Art Marktplatz in Form einer Plattform zur Verfügung, an die das Unternehmen andockt, nutzt es Platform-as-a-Service (PaaS).
  • Bezieht das Unternehmen alle Dienstleistungen im IT-Bereich aus der Cloud, nutzt es Infrastructure-as-a-Service (IaaS).

Dazu gehören beispielsweise:


  • Server und Datenbanken
  • Alle Softwareapplikationen einschließlich der Unternehmenssoftware wie SAP
  • Virtuelle Desktops
Schon gewusst?

Auch Dienste wie Netflix oder Spotify agieren letztendlich als spezialisierte Cloud-Anbieter – für das Streamen von Filmen beziehungsweise Audioformaten.

Die Herausforderung in der Wirtschaft

Das private Umfeld ohne Cloud-Dienste ist kaum mehr vorstellbar. Man denke nur an YouTube, Deezer, Google Fotos oder Amazon, die teilweise auch im gewerblichen Kontext zum Einsatz kommen. Geht es aber um die systematische Nutzung von Cloud-Angeboten in Unternehmen, ist die Lage komplizierter. Einerseits, da zumeist sehr viele Personen mit unterschiedlichstem Background die Dienste nutzen. Andererseits, weil in einem Unternehmen in der Regel verschiedene Applikationen zum Einsatz kommen – etwa ein ERP-System im Controlling und der Unternehmensleitung, eine CRM-Lösung in Marketing und Vertrieb sowie ein Warenwirtschaftssystem in Produktion und Einkauf. Nicht zu vergessen: Alle Mitarbeiter müssen auf für sie relevante Applikationen zugreifen können – unabhängig von ihrem Standort und über alle Endgeräte hinweg.

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Die großen Drei

Der Markt für Cloud-Dienste ist in den letzten Jahren rasant gewachsen, wie ein Vergleich von Plattform- und Aktienindizes anschaulich demonstriert. So hat sich der Plattformindex von 1.000 2016 auf aktuell über 4.000 mehr als vervierfacht.

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Das Wachstum wird sich fortsetzen oder sogar noch beschleunigen, so die Prognose der Fachwelt. Nicht verwunderlich, dass viele Unternehmen von der zu erwartenden Entwicklung profitieren wollen und ihre Dienste anbieten. Mittlerweile gibt es tausende davon.


Die beherrschenden Global Player, auch als Hyperscaler bezeichnet, sind zweifelsfrei:


  • Amazon Web Services (AWS)
  • Microsoft Azure
  • Google Cloud


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Amazon Web Services

Amazon hat Cloud-Dienstleistungen bereits sehr zeitig auf den Markt gebracht und konnte demzufolge die meisten Erfahrungen sammeln. In den Bereichen IaaS und PaaS ist der Branchenprimus die unangefochtene Nummer Eins. AWS verfügt über das gegenwärtig größte ISV-Ökosystem und arbeitet mit über 2.000 Consultingpartnern zusammen.

Schon gewusst?

Ein ISV – Independent Software Vendor – ist ein Software-Unternehmen, das unabhängig von anderen Software-Herstellern eigene Applikationen entwickelt und vertreibt.

Microsoft Azure

MS Azure wächst derzeit am stärksten. Ein Grund dürfte in der hohen Bekanntheit bzw. Verbreitung von Outlook liegen. Ein Vorteil für die Nutzer besteht folgerichtig in der engen Einbindung in das Microsoft-Universum und dabei insbesondere zu MS-Office. Die Kunden profitieren zudem von hybriden Szenarien aus On- und Off-Premises-Systemen.

Google Cloud

Das US-Unternehmen ist internationaler Marktführer für Container-as-a-Service. Zudem gehören gut implementierte, zuverlässige und leistungsstarke IaaS- sowie PaaS-Dienste zum Portfolio. Google hat überdies hohe Investitionen in Zukunftstechnologien wie Analytics und Machine Learning getätigt.

Schon gewusst?

Der Trend geht immer mehr in Richtung Container-Lösung. Dabei installiert man die Applikationen nicht mehr auf einem Standardserver mit Betriebssystem, sondern in so genannten (Docker)-Containern. Die am meisten genutzte Container-Art ist Kubernetes. Sie wurde ursprünglich von Google Cloud entwickelt und existiert seit 2004 als Open-Source-Lösung.

Die hybride IT-Architektur

Zahlreiche Unternehmen hosten ihre gesamte Systemlandschaft bei nur einem Anbieter. Dafür sprechen niedrigere Kosten und der deutlich geringere Aufwand. Bei einer Multi-Cloud-Strategie hingegen nutzt das Unternehmen mehrere Cloud-Anbieter. Auf diesem Weg kann es das Risiko für einen Ausfall oder eine Datenpanne senken, denn es wäre nur ein Bereich und nicht die gesamte Firma betroffen. Noch entscheidender jedoch ist, dass man auf diesem Weg für alle Bereiche oder Workloads, die ausgelagert werden sollen, die jeweils genau passende Cloud einsetzen kann – in Abhängigkeit von den technischen Anforderungen der Applikation, ihrem Schutzbedarf oder finanziellen Aspekten. Kommen beide Cloudformen – Public und Private Cloud – zum Einsatz spricht man von einer hybriden Cloud bzw. einer hybriden IT-Landschaft.

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Tipp

Im Fall der hybriden Cloud bietet es sich an, sensible oder kritische Daten in der Private Cloud zu verarbeiten. Machbar ist es auch, Cloud und On-Premises-Infrastruktur miteinander zu kombinieren und so die Vorteile beider Welten zu verbinden, etwa den besonders hohen Datenschutz im Rechenzentrum vor Ort mit der Flexibilität und Skalierbarkeit eines Public-Cloud-Servers.

Zu beachten ist jedoch, dass die Umsetzung und operative Steuerung einer Multi-Cloud-Strategie zusätzlichen Verwaltungsaufwand bedingt. Dieser ist umso größer, je mehr Cloud Provider im Spiel sind. Entscheidend ist in jedem Fall, dass alle Systeme eine Einheit bilden und nahtlos miteinander verknüpft sind. Im Fall eines technischen Problems kann es außerdem vorkommen, dass sich die Dienstleister gegenseitig die Verantwortung zuschieben. Nicht zu vergessen: Es ist zunächst ein Konzept zu erarbeiten, in dem festgelegt ist, welche Services für welche Bereiche und/oder Workloads erforderlich sind, und – im nächsten Schritt – welcher Anbieter das jeweils beste Angebot dafür hat.

Tipp

Mit einem Multi-Cloud-Anbieter als Dienstleistungspartner umgehen Unternehmen den administrativen Zusatzaufwand der Multi oder Hybrid Cloud, ohne auf deren Vorteile verzichten zu müssen. Sie haben nur einen Vertragspartner, der sich um alles kümmert:

  • die Verzahnung der Cloud-Dienste,
  • den reibungslosen Ablauf der Prozesse,
  • die kaufmännische Abwicklung mit diversen Partnern,
  • die Fehlerbehebung oder das Einpflegen von Änderungen sowie
  • die Einhaltung der Compliance-, Budget- und Sicherheitsvorgaben.

Die Wahl des passenden Multi-Cloud-Dienstleisters

Die größte Herausforderung besteht zumeist darin, die Leistungen aus der Cloud optimal mit der IT-Architektur des Unternehmens zu verzahnen. Der Anbieter sollte daher umfangreiche Expertise für IT-Full-Outsourcing mitbringen und über entsprechende Referenzen verfügen. Es hat sich bewährt, über ein Portal die Ressourcen der hybriden Cloud zu managen. Dabei sollten viele Prozesse weitestgehend automatisiert ablaufen. So wird der Provider von Routineaufgaben entlastet und kann sich auf Beratungsleistungen und die Kundenbetreuung konzentrieren. Zudem sind automatisierte Vorgänge wenige fehleranfällig als manuelle.

Schon gewusst?

Ein Portal gestattet Unternehmen es, Teile ihrer Cloud-Lösung selbst zu managen. Beispielsweise, um so die Wertschöpfung im eigenen Hause zu erhöhen.

Fazit

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Dank der Hybrid Cloud beziehen Unternehmen Cloud-Dienstleistungen nach Maß. Ein verlässlicher Multi-Cloud-Provider entlastet sie dabei von zusätzlichem Aufwand.


Erfahren Sie hier mehr darüber, wie sich eine für Ihr Unternehmen optimale Multi-Cloud-Strategie entwickeln und umsetzen lässt.

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Verfasst von

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Hansjörg Metzger
Experte für Businessfragen rund um Cloud Transformation