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Welche Vor- und Nachteile bietet ein IT-Betrieb aus der Cloud?

Investitions-, Betriebs-, Transaktions- und Opportunitätskosten kurz erklärt

Kostensparen mit Cloud Services
13.07.2021
Cloud
Managed Services

Cloud Computing als IT-Servicemodell

Cloud-Computing ist ein IT-Servicemodell, bei dem Hard- und Software nach Bedarf an Kunden über das Internet bereitgestellt werden – selbstständig und unabhängig von Gerät und Standort. Die erforderlichen IT-Ressourcen sind dynamisch skalierbar, schnell verfügbar und mit minimaler Interaktion mit dem Dienstanbieter bzw. Cloud-Anbieter einsatzbereit.

Der Kern der Cloud(-kosten) I: Investitions- vs. Betriebskosten

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Services aus der Cloud werden als Dienstleistung genutzt. Daher verursachen Cloud-Dienste wenig bis keine Investitionskosten, sondern können als Betriebskosten abgerechnet werden. Das Unternehmen muss nicht in Hardware investieren, um geeignete IT-Infrastruktur bereitzustellen. Studien zeigen, dass dabei die meisten IT-Ressourcen nur 10 bis 30% ihrer verfügbaren Rechenleistung nutzen. Ein Großteil der Ressourcen bleibt somit ungenutzt, obwohl sie permanent bereitstehen.

Die Abbildung veranschaulicht an einem Beispiel, dass zwischen der tatsächlichen Nutzung und den verfügbaren Ressourcen bei einer klassischen Kapazitätsplanung eine große Differenz herrscht: Immer, wenn die tatsächliche Nutzung über der klassische Kapazitätsplanung liegt, reichen die IT-Ressourcen nicht aus. Liegt die tatsächliche Nutzung unter den geplanten Kapazitäten, bleiben IT-Ressourcen ungenutzt.


Keine Investition ohne Transaktionskosten

Bei einer klassischen Kapazitätsplanung werden bei jeder Erweiterung der Kapazitäten neue Investitionen notwendig. Damit steigt das gebundene Kapitel mit jeder Kapazitätserhöhung. Gleichzeitig fallen bei jeder Investition auch Transaktionskosten an. Diese sind – je nach Höhe der Investition – nicht unerheblich.


IT-Ressourcenplanung mit Netz und doppeltem Boden

Betrachtet man die Höhe der notwendigen Investitionen in neue IT-Ressourcen, so fällt auf, dass Kapazitäten für einen längeren Zeitraum geplant werden und für Zeiten maximaler Nachfrage prognostiziert sind. Damit fallen die Investitionen häufig höher aus. Sie bedienen sowohl einen längeren Zeitraum als auch ein potenzielles Wachstum bzw. eine höhere Nachfrage, als sie zum Zeitpunkt der Investition müssten.

Der Kern der Cloud(-kosten) II: Zahle nur, was du nutzt

Dabei kann Cloud-Computing Unternehmen helfen, lange Beschaffungsprozesse oder Investitionsgenehmigungsprozesse zu verkürzen. Denn die Kosten für die Cloud‐Services stehen in direktem Zusammenhang mit der tatsächlichen Ressourcennutzung: Hier wird nur die tatsächliche Last bezahlt. Man spricht auch von einem Wechsel von CAPEX (Investitionskosten) zu OPEX (Betriebskosten).

Anhand der grünen Linie (automatische Skalierung) in der Grafik ist zu erkennen, wie das Servicemodell und die nutzungsabhängige Bezahlung bei Cloud-Computing funktioniert: Die IT-Ressourcen skalieren analog zur tatsächlichen Nachfrage.


  • Steigt die Nachfrage, werden mehr Kapazitäten für die IT-Anwendungen bereitgestellt. Bei einem solchen Nachfragehoch steigen natürlich auch die Kosten. Das hat sicher einen guten Grund: Wird die Anwendung stärker genutzt, kann bspw. über einen Online-Shop mehr Umsatz generiert werden.
  • Sinkt die Nachfrage, skalieren die IT-Ressourcen herunter. Damit stellt sich der umgekehrte Effekt stellt ein. So kann Cloud-Computing die Rentabilität durch eine verbesserte Ressourcenauslastung steigern. Die Kosten werden gesenkt, indem geeignete Ressourcen nur für die Zeit bereitgestellt werden, in der diese benötigt werden. 

Wer klassisch plant, zahlt auch, was er gar nicht nutzt

Bei einer klassischen Kapazitätsplanung schlagen neben den Investitionskosten auch mögliche Opportunitätskosten zu Buch – also die Kosten, die entstehen, indem Systeme ungenutzt bleiben und Kapital binden.

In der Graphik ist zu erkennen, dass die tatsächliche Nutzung im klassischen Modell regelmäßig unterhalb der möglichen Kapazität liegt. Die Differenz zwischen der tatsächlichen Auslastung und der möglichen Kapazität verstehen wir als Opportunitätskosten.

Eigentlich müsste das Unternehmen bei geringerer Nachfrage weniger Kapazitäten vorhalten. Die Ressourcen, die mit der Vorhaltung eben jener Kapazitäten gebunden sind, könnten dann möglicherweise an einer anderen Stelle besser einsetzt werden. Das Unternehmen hat somit darauf verzichtet, mit den Ressourcen für die Überkapazitäten andere unternehmerische Tätigkeiten durchzuführen.


Mit Cloud-Services Kosten sparen und Fokus setzen 

Weitere Opportunitätskosten entstehen insbesondere bei kleineren Unternehmen, welche im Regelfall über kein eigenes IT-Fachpersonal verfügen.

Hier obliegt die Verwaltung der IT-Lösungen oftmals einer Stabsstelle, bei der zwar eine gewisse IT-Affinität vorhanden ist, jedoch IT-Hintergrundwissen im Umgang mit komplexen Technologien fehlt. Der Fokus solcher Stabsstellen liegt häufig auf anderen Themenschwerpunkten wie Finance & Accounting. Der/ die Verantwortliche kann sich entsprechend in dieser Zeit nicht auf seine/ ihre Kernkompetenzen fokussieren, wodurch hohe Opportunitätskosten entstehen.


Cloud-Services helfen Unternehmen – bei der richtigen Anwendung – nicht nur dabei, Kosten zu sparen. Ihr Einsatz sorgt auch für mehr Fokus und Stärkung des Kerngeschäfts, da Cloud Computing als IT-Servicemodell von IaaS, PaaS bis SaaS den Inhouse-Betreuungsaufwand für Infrastruktur und Applikationen reduzieren kann.

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Verfasst von

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Niklas Petersen
Experte für Public Cloud