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ESG-Reporting - der Treiber nachhaltigen Handelns

Was ist das und was müssen Unternehmen jetzt wissen?

ESG für Unternehmen: Die wichtigsten Fakten im Überblick 
26.01.2023
Datenmanagement
Digitale Transformation

Die ESG-Berichterstattung gewinnt für Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Aber: „Wofür steht ist ESG?“. Die Abkürzung ESG steht für Environment (Umweltschutz), Social (soziale Gerechtigkeit) und Governance (Unternehmensführung) - drei Verantwortungsbereiche eines Unternehmens, die nachhaltig aufgebaut werden sollen. Erzielt ein Unternehmen gute Ergebnisse in diesen Bereichen, gilt es als „ESG-konform“ und nachhaltig. Unternehmen, die umweltbewusst handeln, sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen und durch eine gute Unternehmensführung geprägt sind, werden sich in Zukunft durchsetzen.


Bevor Unternehmen ihre Prozesse jedoch auf die Einhaltung der ESG-Richtlinien einstellen, muss ein Verständnis für das zukünftig verpflichtende ESG-Reporting geschaffen werden. Denn es gibt einen wesentlichen Unterschied zu bisherigen Nachhaltigkeits- und CSR-Bemühungen, und zwar regulierte Richtlinien und Kriterien, die seitens der EU-Kommission vorgegeben werden, so genannte Taxonomien.

Was ist ESG-Reporting?

Das ESG-Reporting ist ein Instrument zur Ermittlung und Bewertung sozialer und ökologischer Aspekte eines Unternehmens. Die Ergebnisse dieses Berichts werden häufig als Teil eines konzerneigenen „Sustainibility Reports“ veröffentlicht. Hierbei handelt es sich um keine leeren Versprechen, sondern um Nachhaltigkeitsinformationen, die einer verpflichtenden, externen Prüfung unterliegen. Außerdem fasst der ESG-Bericht den Nutzen aller qualitativen und quantitativen ESG-Maßnahmen zusammen, die ein Unternehmen bereits ergriffen hat oder in Zukunft umsetzen will. Die Offenlegung von ESG-Daten bietet eine große Transparenz und ist insbesondere für aktuelle und künftige Investoren vorteilhaft. Auf dieser Basis können die Investoren beurteilen, ob in einem Unternehmen die Gefahr von Umweltschäden, von sozialen Fehlentwicklungen oder von Korruption vorhanden ist. Sollte das der Fall sein, können sie die Zusammenarbeit in Zukunft meiden. Zur Zielgruppe von ESG-Reportings gehören neben Investoren aber auch Kunden oder der Staat. Für diese werden Themen wie der digitale Produktpass, der belegt, dass ein Produkt nahhaltig produziert wurde, zukünftig immer wichtiger.

Was ist der Unterschied zwischen ESG und Nachhaltigkeit?

ESG (Environment, Social + Governance)  dient als eine Methode, mit einer Reihe von Anleitungen und Kriterien, die Unternehmen bei der Umsetzung ihrer Nachhaltigkeitsstrategien unterstützen können. Ein ESG-Report und die damit verbundenen Metriken helfen Unternehmen sowohl zu überprüfen, ob ihr Geschäftsmodell nachhaltig ist, was bedeutet, dass es ein langfristiger Erfolg sichergestellt ist – als auch zu überprüfen, ob die Handlungen ESG-Kriterien der EU standhalten.


Diese Kriterien, oder ESG-Metriken, können Unternehmen helfen, ihre Initiativen nach außen zu kommunizieren, was wiederum den Investoren hilft, die Leistungen und Risiken eines Unternehmens sicher und zuverlässig zu beurteilen. Aus diesem Grund ist eine ESG-Berichterstattung vor allem für diejenigen Unternehmen wichtig, die eine Finanzierung anstreben. Aber auch für börsennotierte Unternehmen ist sie unabdingbar.

Wie unterscheiden sich ESG und Corporate Social Responsibility (CSR)?

Der wesentliche Unterschied zwischen ESG und CSR ist das Ziel, das erreicht werden soll. Bei Corporate-Social-Responsibility handelt es sich um ein Modell verschiedener Aktivitäten, die darauf abzielen, die sozialen und ökologischen Standards des Unternehmens positiv zu beeinflussen. Zu diesen sind die Unternehmen intrinsisch motiviert. Beispiele dafür sind die Aufforderung zu bewusstem Konsum durch die Mitarbeitenden, die Verwendung von nachhaltigen Materialien oder die Zahlung von fairen Löhnen.


ESG hingegen geht noch weiter, indem bestimmte Taxonomien, die eingehalten werden müssen, von staatlichen Einrichtungen vorgegeben werden. Diese werden über ESG-Reports der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt, denn bestimmte Unternehmen sind dazu verpflichtet, ihre Initiativen im Bereich des Nachhaltigkeitsmanagements zu kommunizieren und offenzulegen. Potenzielle Investoren haben so zum Beispiel die Möglichkeit, die ESG-Berichterstattung zu prüfen und auf Basis der ESG-Daten eine Entscheidung für oder gegen die Investition zu treffen. Unternehmen sollten stets darauf bedacht sein, sowohl ESG als auch CSR in ihre Strategien und Aktivitäten zu integrieren.

Welche Inhalte haben ESG-Reportings?

Umwelt

Ein Unternehmen sollte klare Angaben darüber machen, welchen Beitrag es zur Bekämpfung des Klimawandels und zur Verringerung des Kohlenstoffausstoßes leistet. Außerdem muss dargelegt werden, wie Unternehmen die biologische Vielfalt erhalten, die Wasser- und die Luftqualität verbessern und Abfall umweltbewusst entsorgen. „Geht das Unternehmen verantwortungsbewusst mit seinen Ressourcen und seiner Lieferkette um?“ oder „Welche Maßnahmen ergreift ein Unternehmen, um Emissionen zu reduzieren?“ - auch diese Fragen müssen in einer ESG-Berichterstattung beantwortet werden.

Soziales

Der Bereich „Soziales“ ist der zweite Teil der ESG-Berichterstattung. Hier spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, so zum Beispiel:


  • Die Förderung der Mitarbeitenden
  • Die Verbesserung des Arbeitsschutzes
  • Initiativen zur Gleichstellung aller Geschlechter
  • Gewährleistung von Datenschutz und Privatsphäre sowie
  • Menschenrechte, Gemeinschaft und Arbeitsnormen

Governance

„Was kann ein Unternehmen tun, um Nachhaltigkeit langfristig zu gewährleisten?“, „Wie soll Korruption vermieden werden?“, „Welche internen Kontrollen sollen im Unternehmen eingesetzt werden?“, „Wie soll die Vergütung der Führungskräfte geregelt sein?“ - diese Fragen sollen im Bereich Governance der ESG-Berichterstattung beantwortet werden.

Was ist ein ESG-Rating oder ESG-Score?

Nachdem die ESG-Definition klar ist, stellt sich nun die Frage, wie die ESG-Rating Definition lautet. Anhand eines Scores bewerten externe Organisationen , wie nachhaltig ein Unternehmen ist und in welchem Umfang es ESG-Kriterien umsetzt. Ähnlich wie bei der Kreditwürdigkeit oder einem Anleihe-Rating, zeigt ein ESG-Score die Fähigkeit eines Unternehmens an, seinen ESG-Verpflichtungen nachzukommen sowie seine Leistung und sein Risiko.


ESG-Daten  bilden die Grundlage für die Berechnung eines ESG-Ratings. Bekannte Organisationen, die solche Ratings vornehmen, sind RepRisk, Bloomberg ESG Data Services und Dow Jones Sustainability Index Family.

Was sind die Vorschriften im Bereich ESG?

Ein zentrales Anliegen der Europäischen Union ist der Kampf gegen den Klimawandel und die Umweltzerstörung. In diesem Zusammenhang wird großer Wert darauf gelegt, das Wirtschaftswachstum vom Verbrauch der natürlichen Ressourcen zu entkoppeln. So gibt es zahlreiche ESG-Vorschriften innerhalb der EU. Diese werden über die so genannte EU-Taxomonie in einem Klassifizierungssystem für nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten definiert. Diese Klassifizierung ermöglicht eine Definition und Standardisierung darüber, was als ökologisch und nachhaltig gilt.


Es gibt eine ganze Reihe von anderen ESG-Rahmenwerken, zu denen unter anderem auch die Global Reporting Initiative gehört. Sie soll den Unternehmen helfen, alle positiven und negativen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit auf die Umwelt, die Wirtschaft und die Gesellschaft zu erkennen und offenzulegen.

Wo entsteht Handlungsbedarf für Unternehmen?

Immer mehr Unternehmen müssen einen ESG-Bericht erstellen. Dabei existieren drei unterschiedliche Größenmerkmale. Werden zwei der folgenden drei Größenmerkmale überschritten, zieht dies eine ESG-Berichtspflicht nach sich:   


  1. Erstes Größenmerkmal: Eine ESG-Berichtspflicht gilt laut CSRD für alle Unternehmen, die mindestens 250 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt beschäftigen. Dabei wird vom durchschnittlichen Jahreswert ausgegangen.
  2. Zweites Größenmerkmal: Eine Bilanzsumme von 20 Millionen Euro.
  3. Drittes Größenmerkmal: Jährliche Umsätze, die regelmäßig über 40 Millionen Euro liegen.


Für viele Unternehmen ist das mit einem zusätzlichen zeitlichen Aufwand verbunden, der sich jedoch minimieren lässt, wenn eine spezielle ESG-Software genutzt wird. Auch organisatorische Rahmenbedingungen haben Einfluss auf den zeitlichen Aufwand für das Erstellen eines ESG-Reportings. Es ist zum Beispiel regulatorische Bedingung, die ESG-Berichterstattung mit dem jährlichen Konzernabschluss zu kombinieren. Siedeln die verantwortlichen Personen in den Unternehmen die ESG-Berichterstattung in einem sinnvollen Bereich an, beispielweise dem Bereiche Finance, und verwenden zusätzlich eine ESG-Software, können sie sehr viel Zeit einsparen.

Vereinfachtes ESG-Reporting mit green.screen von Arvato Systems

Mit unserer cloudbasierten IoT-Umweltdatenplattform green.screen gelingt den Unternehmen die Erfassung, das Monitoring, die Steuerung sowie die Dokumentation aller umwelt- und klimarelevanten Parameter des Unternehmens. Sie lässt sich zudem sehr gut in bestehende Softwaresysteme integrieren.


Unternehmen müssen in Zukunft genau und konsistent zu ESG-Daten Auskunft geben können. Der wichtigste Faktor dabei? Die Genauigkeit, Konsistenz und Verfügbarkeit Ihrer Daten. Nachhaltigkeitsmanagement mit der Arvato Systems Lösung green.screen ermöglicht dies. Mithilfe unserer cloudbasierten IoT-Umweltdatenplattform kann firmenweit jeglicher Energie- und Ressourcenverbrauch erhoben, berechnet, überwacht und dokumentiert werden. Die gewonnene Transparenz eröffnet Optimierungspotenzial und damit die Verringerung des Carbon Footprints. Außerdem lässt sich green.screen sehr gut in bestehende Softwaresysteme integrieren.

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Unsere Lösung für nachhaltiges Energie-, Anlagen- und Umweltmanagement

Verfasst von

Dominik_Keindl
Dominik Keindl
Experte für green.screen