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Enterprise Apps: 5 Herausforderungen

How-to: Mobile B2B-Applikationen

Enterprise Apps im B2B: 5 Herausforderungen
04.10.2022
Datenmanagement
Digitale Transformation
Application Management
Customer Experience

Enterprise Apps sind eine wertvolle Bereicherung im B2B. Doch mal eben schnell eine mobile Business-Anwendung launchen? So einfach ist es dann doch nicht. Vielmehr sind fünf Herausforderungen zu bewältigen:

1. Herausforderung: UX-Konzeption bei Enterprise Apps

Damit Nutzerinnen und Nutzer eine Business App regelmäßig nutzen, muss sie ebenso einfach und intuitiv bedienbar sein, wie wir alle es von unseren Consumer Apps gewohnt sind. Darum ist schon bei der Konzeption einer jeden Enterprise App auf ein passgenaues UX-Konzept sowie ein professionelles UX-Design zu achten.

Sowohl Design-Standards als auch Technologien entwickeln sich stetig weiter. Damit eine Enterprise App die funktionalen und optischen Ansprüche der Zielgruppe jederzeit erfüllt, ist sie permanent weiterzuentwickeln. Besonders kritisch sind die Updates der Mobilgerätehersteller. Denn Unternehmen haben auf die Änderungen keinerlei Einfluss. So hat Apple bei seinen iPhones vor einiger Zeit zum Beispiel die Home-Taste, die unten in der Mitte platziert war, durch einen schwarzen Balken am unteren Display-Rand ersetzt. Und diesen Rand sollten sich Firmen in ihren Enterprise Apps zunutze machen, etwa indem sie im Design ihrer mobilen Applikation an dieser Stelle Schaltflächen vorsehen. Wichtig ist, dass auch bei solchen Anpassungen die Usability im Vordergrund steht.

Ebenso wie uns privat genutzte Apps ganz selbstverständlich durch unseren Alltag begleiten, dürfen auch Enterprise Apps kein Fremdkörper sein. Dies zur Maxime der App-Entwicklung zu machen, hat eine zukunftsweisende Dimension. Denn es dauert nicht mehr lange, bis immer mehr Digital Natives in Führungspositionen aufrücken werden – dieser Prozess hat schon begonnen. Darum sind Unternehmen gut beraten, auch etablierte Enterprise Apps immer wieder auf den Prüfstand zu stellen, was Bedienbarkeit und Design betrifft. Denn Enterprise Apps erreichen nur dann eine hohe Adoption Rate, wenn die Usability stimmt. Und dafür sind die UX-Konzeption (User Experience) und das UI-Design (User Interface) entscheidend.

2. Herausforderung: Verteilung von Enterprise Apps

Was zunächst einfach klingen mag, entpuppt sich in der Praxis schnell als Herausforderung: die Verteilung von Enterprise Apps an geschlossene Nutzergruppen. Denn insbesondere mobile B2B-Applikationen, wie etwa Sales Apps, sind üblicherweise nicht über den Apple Store verfügbar. Um sie den gewünschten Anwendern – von eigenen Mitarbeitenden über Partner bis hin zu Kunden und anderen Stakeholdern – bereitzustellen, gibt es prinzipiell zwei Möglichkeiten: Unternehmen können Enterprise Apps 

in einem geschlossenen Bereich über Apple @ work verteilen oder
einen eigenen App Store aufbauen (Mobile Device Management, MDM) und ihre mobilen Applikationen dort anbieten.

Dabei kann man sich Apple @ work als eine Art versteckten App Store vorstellen: Um eine bestimmte Enterprise App herunterzuladen, benötigen Nutzer einen persönlichen Link, der nur einmal gültig Link ist, oder einen QR-Code. Beides können sie via E-Mail oder über das Intranet erhalten. Dabei gilt auch für Enterprise Apps, die über Apple @ work zugänglich sind: Die Installation erfolgt automatisch, gleiches gilt für das Einspielen von Updates.

Die neuste Bereitstellungsoption bei Apple ist die sogenannte Unlisted App Distribution. Nicht gelistete Enterprise Apps sind ebenfalls nur über einen direkten Link verfügbar. Als prädestinierte Anwendergruppen nennt Apple selbst Teilzeitmitarbeiter, Franchisenehmer, Partner, Studierende und Konferenzteilnehmer. Daneben eignet sich die Unlisted App Distribution für mitarbeitereigene Geräte, die sich nicht via Apple School Manager oder Apple Business Manager verwalten lassen, sowie für verwaltete und nicht verwaltete Geräte.
Unternehmen, die sich hingegen für Android-basierte Enterprise Apps entscheiden, können mobile Business-Applikationen, die nicht gelistet sind, im Google Play Store anbieten oder ebenfalls via Link verfügbar machen.
Unabhängig von der Art und Weise, wie Unternehmen Enterprise Apps bereitstellen, ist es sinnvoll, den Launch mit einer kleinen Marketingkampagne zu begleiten. Denn auch die beste Business App bleibt erfolglos, wenn sie niemand nutzt. Maßnahmen gibt es viele: von informativen Beiträgen im Intranet über Videocasts bis hin zu Roadshows. Wichtig ist, dass dabei stets die praktischen Vorteile und Mehrwerte der Enterprise App im Mittelpunkt stehen.
 

3. Herausforderung: Betrieb von Enterprise Apps

Natürlich sind wir alle always on. Dennoch ist es sinnvoll, Enterprise Apps so aufzusetzen, dass sie auch offline funktionieren. Das heißt: Damit die Enterprise App im Falle einer schlechten oder fehlenden Internetverbindung dennoch nutzbar ist, sollte es möglich sein, relevante Daten auf dem mobilen Endgerät zwischenzuspeichern und später, also bei einer wiederhergestellten Verbindung, zu synchronisieren. 

Um Daten jederzeit effektiv und effizient zu synchronisieren, braucht es ein sauber aufgebautes Backend – mit einer zwischengeschalteten Plattform für den Datenaustausch wie Arvato SyncTank. Arvato SyncTank konsolidiert Daten aus verschiedenen Quellsystemen und stellt sie für die gewünschte Zielanwendung, wie etwa eine Enterprise App, über eine API zentral bereit. Wichtig ist, dass die Datenbereitstellung und Datensynchronisation nur bei einer stabilen WLAN-Verbindung erfolgen. Andernfalls würde eine Enterprise App dafür unter Umständen ein sehr großes Datenvolumen benötigen.

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4. Herausforderung: Datenaktualität bei Enterprise Apps

Daneben ist hinsichtlich des Betriebs von Enterprise Apps ein weiterer Aspekt zu beachten. Im Gegensatz zu anderen Business-Anwendungen handelt es sich bei einer Enterprise App um eine Applikation, die Unternehmen nicht auf einem Server oder in der Cloud betreiben, sondern direkt auf dem Smartphone oder Tablet des Anwenders. Darum ist es nicht möglich, Updates per Mausklick für alle Nutzerinnen und Nutzer automatisch einzuspielen. Die Aktualisierung seiner Enterprise App muss der User selbst anstoßen. Aus diesem Grund ist es wichtig, alle Nutzergruppen dafür zu sensibilisieren, wie wichtig Updates für einen störungsfreien und zugleich sicheren Betrieb der Enterprise App sind.

Bei der technologieseitigen Umsetzung von Updates spielt Arvato SyncTank seine Stärke erneut aus: Die Plattform verknüpft ERP-, CRM-, CMS-, PIM-, Shop- sowie andere Systeme und macht die konsolidierten Daten aus diesen Quellen für die effiziente Nutzung über die Enterprise App effektiv verfügbar. Da die Daten im Backend in Echtzeit synchronisiert werden, ist sichergestellt, dass im Frontend, also in der Enterprise App, jederzeit aktuelle Daten bereitstehen – was insbesondere für den Vertrieb bei der Präsentation von Produktspezifikationen und Preislisten von entscheidender Bedeutung ist.
 

5. Herausforderung: Sicherheit von Enterprise Apps

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Bei der Bereitstellung von Daten sowie beim Betrieb und der Aktualisierung von Enterprise Apps muss eines jederzeit gewähreistet sein: die Sicherheit. Dazu gehört einerseits, dass relevante Backend-Systeme gegen unberechtigte Zugriffe abgesichert sind. Andererseits ist im Rahmen des Mobile Device Managements zu gewährleisten, dass selbst vertrauliche und hochsensible Daten für mobile Anwendungsfälle sicher bereitstehen. Das gelingt zum Beispiel über App-interne VPN-Verbindungen. So sorgt Single App VPN dafür, dass eine bestimmte Enterprise App auf die gewünschten Ressourcen im Backend zugreift, während andere Applikationen diese Berechtigung für den entsprechenden Anwendungsfall nicht haben. Ebenso wichtig ist, dass Passwörter verschlüsselt übertragen werden. Auch die erste Log-in-Seite sollte verschlüsselt sein. Nicht zuletzt ist darauf zu achten, dass ein App Hardening via Framework erfolgt.


Für ein sicheres Mobile Device Management ist Microsoft Intune für viele Unternehmen die erste Wahl. Überhaupt ist Microsoft mit seinen bewährten Security-Lösungen ein verlässlicher Partner. Welche Managed Microsoft Security Services für Sie in Frage kommen, erörtern wir gern in einem gemeinsamen Security Strategy Workshop.

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Verfasst von

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Gerrit Barembruch
Experte für App-Entwicklung